RUDE
 
SONNTAG, 23 September 2018
 
 

Konsularische Beglaubigung und Gebuehren

Unter Legalisierung einer Urkunde ist ein förmliches Verfahren zu verstehen, dabei wird durch die diplomatische oder konsularische Vertretung eines Staates, in dem eine ausländische öffentliche Urkunde zu Beweiszwecken verwendet werden soll, die Echtheit der Unterschrift, die Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner gehandelt hat und die Echtheit des Siegels bestätigt. Durch die Legalisierung soll erreicht werden, dass eine ausländische öffentliche Urkunde einer inländischen öffentlichen Urkunde hinsichtlich ihres Beweiswertes gleich gestellt wird.

Das Österreichische Honorarkonsulat in Minsk beglaubigt die Unterschrift einer Privatperson (Beglaubigung B): z.B. Vollmacht, Einverständniserklärung für die Kinder, die ohne Begleitung beider Elternteile nach Österreich reisen, die Kopie eines Originaldokumentes (Vidimierung): die Kopien von Geburts- und Sterbeurkunden, Heiratsurkunden, Diplomen, Reifezeugnissen usw.

Vom Österreichischen Honorarkonsulat Minsk werden weder Übersetzungen der Unterlagen angefertigt, noch ihre Richtigkeit bestätigt. (Es ist der Tätigkeitsbereich eines Übersetzungsbüros).

Da sowohl die Republik Belarus, als auch die Republik Österreich der Haager Konvention (vom 5. Oktober 1961), die die Legalisierungsforderungen von ausländischen Dokumenten abschafft, beigetreten sind, benötigen die auf dem Territorium der Republik Belarus ausgestellten Dokumente keine Überbeglaubigung, hier reicht die Apostille, damit das jeweilige Dokument in Österreich rechtsgültig wird.

Zusätzliche Informationen bezüglich der Apostille kann man auf der Internetseite des Justizministeriums finden: http://www.minjust.by/ru/site_menu/apostyle